Leben & Persönliches

Personal: 10 Dinge, die ich auf Instagram aktuell nicht mehr sehen kann.

25. April 2017
Instagram-Rant_PiximitMilch

Mit Instagram habe ich so was wie eine Hassliebe. Einerseits liebe ich es, minutenlang durch meinen Feed zu scrollen und mich in den vielen kleinen Momentaufnahmen (okay, okay, ich weiß: Die meisten Fotos sind eher gut gestylte Aufnahmen vom Vortag) zu verlieren. Ich liebe es, Fotos von Reisen zu sehen und das Gefühl zu haben, ein bisschen mit dabei zu sein. Ich liebe Fotos von selbstgekochtem Essen und Aufnahmen aus Restaurants, die ich noch nicht kenne, aber unbedingt bald besuchen möchte. Ich liebe es in wunderschön eingerichtete Wohnung mitgenommen zu werden und Ecken zu entdecken, die ich sonst vielleicht nie sehen würde. Ich liebe es mich inspirieren zu lassen. Und genau da schlägt die Liebe ein bisschen in Hass um. Denn ich hasse den Einheitsbrei, der irgendwie immer präsenter wird. Ich hasse es, die immer gleichen Fotos in meinem Feed zu sehen. Fotos ohne Persönlichkeit, ohne eigenem Blickwinkel. Diese vielen kleinen austauschbaren Bildchen, die man doch schon tausendmal gesehen hat. Ich denke ihr wisst, was ich meine.

Instagram | Pixi mit Milch

Und weil es mittlerweile so viele dieser Motive gibt, hier 10 Dinge, die ich auf Instagram aktuell nicht mehr sehen kann.

  1. Inspirierende und motivierende Quotes sind ja grundsätzlich schön und gut. Aber die immer gleichen Sprüche zu den Themen „Weekend“, „Coffee“, „Friyay“ und „Monday“ zu bringen, ist echt ziemlich lame und alles andere als einfallsreich und inspirierend.
  2. Ja, liebe Instagram-Gemeinde, Badekugeln lösen sich prinzipiell im Badewasser auf. Und Badekugeln von Lush sprudeln, glitzern und färben besonders schön. Aber ist das Ganze wirklich eine Instagram Story wert? Ich glaube nicht. Gut, dass die Badewannensaison bald wieder vorbei ist.
  3. Was in der Winterzeit die Lush-Badekugeln sind, sind im Frühling die blühenden Kirsch- und Magnolienbäume. Ich weiß, sie sind superschön, aber ein Foto pro Saison reicht vollkommen. Ich habe meines schon gepostet.
  4. Marmor ist zwar wunderschön, aber als billigen Folienhintergrund bei all euren Essenfotos kann ich’s leider nicht mehr ertragen. Sorry!
  5. Einweg-Kaffeebecher, egal welcher Marke, sind nicht cool. Wenn sich darin kein großartiger Kaffee einer erwähnenswerten Rösterei befindet, muss man so etwas wirklich nicht promoten und posten.
  6. Hallstatt ist eine traumhaft schöne Stadt. Das ist mir schon als Kind aufgefallen. Aber tausendmal das immer gleiche Foto aus derselben Perspektive im Feed zu haben macht irgendwann einfach keinen Spaß mehr. Hallstatt hat wirklich ein bisschen mehr verdient, meine Lieben!
  7. Ich weiß, Selfies müssen als Lifestyle Blogger einfach sein, aber bitte nicht immer und überall. Und auch die immergleiche Pose wird irgendwann einfach fad.
  8. Ein Blumenstrauß hier, eine Light Box dort und die immer gleichen Accessoires und Foto Props überall. So ist es wirklich kein Wunder, dass jedes Foto gleich aussieht. Wie wäre es mal mit uniquen Props?
  9. Ja, wir alle lieben Avocadobrote und Kaffee. Beides ist nicht wirklich nachhaltig und auf beides sollten wir eigentlich nicht Stolz sein, es täglich oder mehrmals die Woche zu konsumieren.
  10. Nennt mich gerne prüde, aber halbnackte Bikini- oder Sport-Fotos würde ich nicht unbedingt von mir ins Internet stellen. Aber gut, jeder wie er mag.

Und ja, die Liste ist ein bisschen überspitzt und ich nehme mich in vielen Punkten auch gar nicht aus. Manchmal verliert man vor lauter Einheitsbrei einfach seine eigene Perspektive. Das ist auch okay. Wichtig ist nur, dass man sie wieder findet. Dann macht nicht nur das posten, sondern auch das scrollen wieder mehr Spaß.

15 Comments

  • Reply Reklamedame 27. April 2017 at 15:21

    Ja, absolut ja, in allen Punkten! Ich merke auch, wie meine Abos sich immer mehr in andere Richtungen, weg von den ewig gleichen Lifestylebloggerfotos bewegen! Es ist einfach so laaangweilig!

  • Reply Corinna 25. April 2017 at 18:27

    WORD! Ich möchte noch ergänzen: Posen mit Hand am Lenkrad eines teuren Autos und alle Bilder mit -gaaaaanz unscheinbar- Uhr von Daniel Wellington.

    • Reply Pixi 27. April 2017 at 10:10

      Hi Corinna. Ohja! Diese Fotos kenne ich auch! Vor allem die unauffälligen Werbefotos für diverse Uhrenhersteller kann ich einfach nicht mehr sehen. Die sehen auch alle gleich aus.

      Liebe Grüße.

  • Reply Die Glücklichmacherei 25. April 2017 at 17:53

    true. und das, obwohl ich in erwägung ziehe, demnächst mal in hallstatt vorbei zu schauen…
    badekugeln (ich habe absichtlich keine badewanne) und kirschblütenkonfetti – get lost! die marmorfolie findet sich aber auch in meinem fundus. und daran ist auch instagram schuld, muss ich zugeben 😉

    • Reply Pixi 27. April 2017 at 10:08

      Hi! Hallstatt ist wunderschön und auf jeden Fall einen Besuch wert. 😉 Die Marmorfolie habe ich ehrlich gesagt auch im Kasterl. Aber für Food-Styling habe ich sie irgendwie nie eingesetzt und deshalb habe ich dann einfach ein altes Tray und Boxen damit gestaltet. So war der Kauf zumindest nicht komplett unnötig.

      Liebe Grüße.

  • Reply Tau 25. April 2017 at 17:38

    WORD!!! 🙂 Du sprichst mir aus der Seele!
    Lg, Tau

    • Reply Pixi 27. April 2017 at 10:04

      Dankeschön! <3

  • Reply Laney 25. April 2017 at 17:07

    Ich stimme da überall zu. Zusätzlich werden Marken wie Lush noch so aggressiv getagged, in der Hoffnung was gratis zu bekommen.
    Was mich momentan besonders stört: Die verniedlichende und oft abwertende Sprache in den Kommentaren.: „Meine Liebe“, „Du Süße“, „Mein Herzchen“. Und: sich entschuldigen, wenn ein Bild nicht zum „Rest des Feeds“ passt.

    • Reply Pixi 27. April 2017 at 10:03

      Hi Laney! Absolut! Das mit der Sprache ist mir auch schon aufgefallen und kann ich so gar nicht nachvollziehen. Wird zum Teil auch von Leuten gemacht, die im realen Leben nie so sprechen würden. Warum dann online? Und ganz ehrlich: Ich möchte nicht Süße genannt werden. Von niemandem. Ganz schlimm!

      Liebe Grüße.

  • Reply Caro 25. April 2017 at 16:08

    Punkt 2: Schuldig im Sinne der Anklage 🙂

    Punkt 1: Wenn ich noch eines lesen muss, krieg ich einen Hirnschlag.

    Punkt 9: Oh Gott, ja!

    Ich kann quasi den ganzen Beitrag unterschreiben! Danke!

    • Reply Pixi 27. April 2017 at 10:01

      Hi Caro! Haha. Ich bin auch in einigen Punkten schuldig. Manchmal macht man sich einfach den Druck jeden Tag etwas posten zu müssen, obwohl es vielleicht gar nichts spannendes gibt. Und dann entstehen eben solche total nichts sagenden Instagram Posts, die man im Grunde schon tausendmal gesehen hat und eigentlich niemanden mehr interessieren.

  • Reply lisi ledbetter 25. April 2017 at 13:28

    die kaffeebecher sind mir nach wie vor ein rätsel. ich bin instagram-fan der ersten stunde, hab über 1.000 abos – die ich aber grad seit ein paar tagen aussortiere. ich stelle mir die fragen: unterhält mich das/ist es inspirierend/bringt es mich persönlich weiter? wenn es in mir nur stillen neid hervorruft, oder es mich schlicht nichts angeht – weg damit. danke für die erinnerung!

    • Reply Pixi 25. April 2017 at 15:56

      Hi Lisi! Ja, aussortieren ist immer gut. Finde auch, dass man nur den Leuten/Kanälen folgen sollte, die einen wirklich interessieren, inspirieren und einem auch gut tun. <3

      Liebe Grüße.

  • Reply nic 25. April 2017 at 12:37

    Let it goo, let it gooooo…*grins* Stimmt schon, aber wie ich meiner Tochter schonmal gesagt habe die sich über ihre eigene „ducklips“-Selfiegeneration aufregt: Aussuchen was im feed landet und den Rest nicht anschauen! Wenn mich wer nervt wird er/sie nicht mehr angeschaut.

    • Reply Pixi 27. April 2017 at 09:58

      Hi Nic! Absolut richtige Einstellung. Ist wie mir Newslettern. Alles was einen nicht interessiert sollte man einfach abbestellen. Es ärgert einen mehr, als es einem bringt. Liebe Grüße.

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