Reisen

Copenhagen Diary: Essen und Trinken

26. Juli 2013
Restaurants in Kopenhagen - The Laundromat Cafe

Ich liebe Essen. Und gerade im Urlaub liebe ich es, ungewöhnliche Lokale zu besuchen. Gutes Essen ist schließlich auch im Urlaub wichtig. Und eines steht fest: In Kopenhagen kann man wirklich sehr gut Essen gehen. Auf die Preise sollte man dabei aber lieber nicht schauen. Obwohl wir meist eher günstigere Lokale gewählt haben, haben wir doch immer mindestens 120 Kronen pro Person ausgegeben (für 1 Gang + Getränk). Hier unser kleiner Kopenhagen Restaurant-Guide:

Restaurants in Kopenhagen

Eines vorweg: Bei den meisten von uns besuchten Restaurants gibt es ausschließlich vegetarische Speisen. Doch davon sollte man sich auch als Fleischliebhaber nicht abschrecken lassen.

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Raw42_Lasagna

42raw
(vegetarisch, vegan)

Ein kleines, stylisches Lokal in einer ruhigen Straße in der Innenstadt von Kopenhagen. Das Restaurant bietet vegetarische Köstlichkeiten aus Bio-Zutaten an und legt dabei Wert auf den natürlichen Zustand von Obst und Gemüse. Alle Speisen werden entweder gar nicht, oder bei maximal 42 Grad „gekocht“. Raw eben. Neben Hauptspeisen und Snacks gibt es auch frischgepresste Säfte, Smoothies, Kekse und Kuchen. Wir haben die Lasagne mit Tomaten, Walnüssen, Petersilien-Pesto, Cashew-Creme und Baby-Spinat gegessen und zwei Säfte, „Paris“ mit Erdbeeren, Apfel, Ingwer und Karotte und „New York“ mit Karotte, Apfel und Ingwer, getrunken. Alles sehr empfehlenswert. Vor allem die Lasagne muss man einfach einmal probiert haben. Mit 98 DKK (ca. 13 EUR) zwar nicht ganz billig, aber für Kopenhagen okay. Die Säfte mit Ingwer sind leicht scharf, aber trotzdem sehr erfrischend und lecker. Ein Saft kostet hier 48 DKK (ca. 6,40 EUR).

Pilestræde 32, 1112 København
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RizRaz_Lasagne

RizRaz – Sticks’n’Veggies
(vegetarisch, vegan)

Im RizRaz gibt es täglich ein Buffet. Wir haben um ca. 16 Uhr 99 DKK (ca. 13 EUR) dafür bezahlt. Ich kann dieses Buffet sehr empfehlen. Neben vielen frischen Salaten und Gemüse gibt es auch orientalische Speisen wie Hummus, Babaganoush und Falafel. Alles frisch und wirklich unglaublich lecker. Auch die warmen Speisen, wie die Lasagne, waren vorzüglich. Das RizRaz Buffet war eines der besten Buffets, die ich jemals hatte. Gerade an warmen Sommertagen sind die leichten Speisen perfekt. Das Personal war sehr nett und das Lokal relativ groß. Sowohl draußen als auch drinnen gab es genügend Sitzmöglichkeiten. Die Straße ist zwar recht belebt, aber es ist immer noch gemütlich. Am Wochenende gibt’s ein Brunch-Buffet. Neben dieser Filiale gibt es auch noch eine andere (in der St. Kannikestræde 19, 1169 Kopenhagen), die den Beinamen „Steaks’n’Veggies“ trägt.

Kompagnistræde 20, 1208 Kopenhagen
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The Laundromat Cafe
(Frühstück und Essen)

Von diesem Lokal habe ich in Mela’s Kopenhagen Bericht gelesen und musste daher, als wir bei einem Spaziergang plötzlich davor standen, einen Abstecher reinmachen. Es gibt insgesamt vier Filialen in Kopenhagen, wir waren bei der im Stadtteil Frederiksberg. Die Einrichtung ist einfach nur bezaubernd und man kommt aus dem Schauen gar nicht mehr raus. Überall Bilder, nach Farben sortierte Bücher und schicke Lampen. Ein sehr gemütliches Lokal, das wohl nicht ohne Grund sehr beliebt zu sein scheint. Die Speisekarte gibt’s hier zwar nur auf dänisch, aber verstehen tut man sie als deutschsprachige Person trotzdem. Das Personal kann (wie offenbar ganz Kopenhagen) gut Englisch und daher bei Fragen helfen. Neben Frühstückstellern gibt es auch ganz normale Hauptspeisen und Nachspeisen. Wir haben uns für ein „Dirty Morgenmad“ um 88 DKK (ca. 12 EUR) entschieden, mit Würstchen, Eierspeis, Speck, gegrillten Tomaten und Kartoffelspalten, griechischem Joghurt mit Müsli und einem kleinen Schokodessert. Dazu gab es einen Chai Latte um 37 DKK (ca. 5 EUR) bzw. einen Himbeer-Smoothie um 48 DKK (ca. 6,40 EUR). Das Essen hat für uns zu Zweit auf jeden Fall als zweites Frühstück an diesem Tag gereicht. Der Speck war mir persönlich ein bisschen zu dick und zu wenig kross, aber ich würde auf jeden Fall wieder hingehen, vor allem wegen der tollen Atmosphäre. Vegetarische Speisen findet man auf der Speisekarte auch, für vegane Gerichte sollte man wohl nachfragen.

Gammel Kongevej 96, 1850 Frederiksberg, Kopenhagen
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Kate’s Joint
(Curry)

Ein eher alternatives Lokal auf der Blågårdsgade, auf der sich noch viele andere Restaurants und Bars befinden. Bei Kate’s Joint stehen Currys auf der Speisekarte. Für mich gab es ein vegetarisches Curry um 75 DKK (ca. 10 EUR), für meine Begleitung ein Lamm-Curry um 110 DKK (ca. 14,75 EUR). Beide waren eher scharf. Wer das nicht verträgt, sollte das auf jeden Fall beim Service anmerken. Das Essen war gut, aufgrund der Schärfe ging jedoch leider der Geschmack verloren. Ganz spannend ist auch die Bier-Auswahl. Für mich gab’s ein biologisches „India Pale Ale“. Das Lokal ist sehr alternativ eingerichtet und eher klein, mit rustikalen, großen Holztischen und wenig Beleuchtung. Im Sommer kann man auch draußen sitzen.

Blågårdsgade 12, 2200 København
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Nyu Sakura
(Running Sushi)

Das Nyu Sakura war eine Empfehlung unseres Hosts und auch nur ein paar Gehminuten von unserer Wohnung entfernt, daher mussten wir natürlich auch dieses Lokal ausprobieren. Die Sushi-Kreationen sahen sehr gut aus und waren auch geschmacklich okay. Die Auswahl war jedoch begrenzt, was mit Sicherheit auch an er Zeit lag, zu der wir dort waren. Es war Nachmittag und wir waren die einzigen Gäste. Natürlich haben die Köche somit nicht ständig frische oder neue Sachen nachgereicht. Leider. Ein Urteil möchte ich daher nicht fällen. Das Running Sushi lag preislich bei 135 DKK (ca. 18 EUR) und war somit auch das teuerste Restaurant, das wir besucht haben.

H.C. Ørstedsvej 68, 1879 Frederiksberg
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Frøken Sandwich
(Snacks)

Wer sich schnell ein Sandwich für Zwischendurch kaufen möchte, hat in Kopenhagen fast an jeder Ecke Gelegenheit dazu. Wir haben uns bei Frøken Sandwich zwei Sandwiches geholt und diese anschließend im Park daneben gegessen. Die Sandwiches werden frisch zubereitet. Das Vollkorn Brötchen war mir etwas zu hart, grundsätzlich war das Sandwich aber sehr lecker und vor allem auch groß. Die 50 DKK (ca. 6,70 EUR) gehen also völlig in Ordnung. Wir hatten übrigens beide ein Monroe Sandwich mit getrockneten Tomaten, marinierten Hühnchenstreifen, Salat, Gurke, Pesto und Karotten. Aber Achtung: Wir wurden gefragt, ob wir gerne Karotten hätten und haben „ja“ gesagt, diese wurden uns extra verrechnet (ca. 1 Euro Aufpreis).

Gyldenløvesgade 4, 1369 København
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Paradis
(Eis)

Da es in Kopenhagen relativ heiß war, haben wir uns auch zwei Mal ein Eis gegönnt. Einmal bei der Eis-Kette Paradis, von der es in Dänemark bereits 42 Filialen gibt. Das Eis wird laut eigenen Angaben immer frisch zubereitet und es wird auch auf qualitativ hochwertige Produkte geachtet. Ich hatte ein Ferrero-Rocher-Eis, was wirklich gut war, meine Begleitung hatte zwei Kugeln, nämlich Ferrero Rocher und Erdbeere. Zwei Kugeln Eis liegen hier bei 35 DKK (ca. 4,70 EUR), drei Kugeln bei 45 DKK. Wir waren bei einer Filiale in Købmagergade 58 in Indre By.

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Jacob & Jakob Icecream by Rossini Organics
(Eis)

Unser zweites Eis gab’s während unserer Sightseeingtour an einem Eisstand beim Gevion Springbrunnen. Bei Jacob & Jakob Icecream by Rossini Organics gab es zwar nicht so viel Auswahl, dafür sind die Eiscremes hier bioligsch und aus den besten Zutaten. Und genau das schmeckt man auch. Ich habe hier mein bestes Schokoladeneis ever gegessen und auch das Vanilleeis hat nach richtiger Bourbon Vanille geschmeckt. Topfen war ein bisschen fad und Erdbeere fand ich bei Paradis besser. Aber die Klassiker Schokolade und Vanille sollte man hier auf jeden Fall probieren. Leider gibt es nicht sehr viele Infos und auch deren Webseite ist noch „under construction“, aber wer in Kopenhagen auf so einen kleinen Eiswagen trifft, sollte auf jeden Fall zuschlagen. Mit 35 DKK für zwei Kugeln und 45 DKK für drei Kugeln hebt sich dieses Eis auch preislich nicht von den anderen Eisgeschäften ab.

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Dänische Spezialitäten
Was bei uns das Schnitzel, ist in Dänemark das Smørrebrød: Eine nationale Spezialität. Hierbei handelt es sich um außergewöhnlich belegte Brote. Ich hätte sehr gerne welche probiert, meine Begleitung sträubte sich jedoch jedes Mal [Anm. der Begleitung: „Das waren auch einfach nur überteuerte, belegte Brote!“], sodass wir am Ende in keinen Smørrebrød-Laden reingegangen sind. Die Auslage auf dem Foto ist von einem Laden gegenüber vom Laundromat Cafe. Bei Aamanns Copenhagen soll es ebenfalls gute, traditionelle dänische Küche geben. Ebenfalls essen sollte man Pølser, also dänische Hot-Dogs. Wir haben uns am Amager Strand einen geholt. In der Innenstadt gibt es jedoch genügend Standl.

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Lokale für unseren nächsten Dänemarkbesuch:
Mother (Høkerboderne 9-15, 1712 København): Eine Pizzeria, deren Pizzen auf Foursquare durchwegs als „best pizza in town“ beschrieben werden. Zur Webseite
BioMio (Halmtorvet 19, 1700 København) Gleich neben mother ist das BioMio, bei dem es ausgezeichnetes vegetarisches Essen geben soll. Zur Webseite

Bars in Kopenhagen

Wir waren aufgrund unseres umfangreichen Tagesprogramms leider nicht sehr nachtaktiv, aber die eine Cocktailbar, in der wir waren, möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten.

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Gilt
(Cocktailbar)

Von außen würde man hinter der großen Holztür keine Cocktailbar vermuten. Die Fenster sind mit schwarzen Vorhängen verhängt und nur ein leuchtendes „on air“-Schild im Fenster weist dezent darauf hin, dass das Lokal geöffnet hat. Hinter der schweren Tür verbirgt sich ein wirklich coole Cocktailbar. Man nimmt auf alten, dunkelbraunen Sofas und Stühlen Platz und bekommt die Menükarte auf einem Clipboard. Die Cocktailkarte wechselt regelmäßig und die Cocktails sind ausgefallene Kreationen, die fabelhaft schmecken. Die Cocktails kosten hier ab 75 DKK (ca. 10 EUR), davon sollte man sich aber wirklich nicht abschrecken lassen, denn die teureren Cocktails kommen in riesigen Gläsern (siehe mittleres Foto). Ein wunderbares Lokal mit netter Musik und toller Atmosphäre und extrem guten Cocktails.

Rantzausgade 39, 2200 København
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Im nächsten Artikel machen wir einen Abstecher in das nahe gelegene Malmö.

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3 Comments

  • Reply Tönni 13. August 2014 at 20:41

    Habe Deinen Blog gerade erst entdeckt. Wir wohnen jetzt seit zwei Jahren in dieser wunderbaren Stadt Kopenhagen und viele Deiner Empfehlungen haben wir auch bereits getestet. Aber einige kennen wir noch nicht. Das müssen wir jetzt unbedingt nachholen! Danke für die Tips. Wenn Du das nächste Mal nach Kopenhagen kommst, dann schau mal bei mir vorbei: http://www.toennisblog.blogspot.dk.Vielleicht entdeckst Du dort auch noch etwas Neues. Gruß, Tönni

  • Reply Pixi 29. Juli 2013 at 20:16

    Yeah! Danke für das positive Feedback. Sag mir dann welche Restaurants ihr probiert habt und wie’s geschmeckt hat. Außerdem wünsche ich natürlich viel Spaß in Kopenhagen! (:

  • Reply Daniela 27. Juli 2013 at 20:16

    Super Restaurant Guide! Werden wir definitiv nutzen. Freu mich schon 🙂

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